Hintergrund
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    Die Landesvertreterversammlung nominiert mit 88,9 % Monika Grütters auf Listenplatz 1.


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    Die Landesvorsitzende der Berliner CDU und Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, stellt sich vor.


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    Informationen über den Generalsekretär der Berliner CDU und stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Stefan Evers, erhalten Sie hier:


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Geschichte der CDU Berlin

An dieser Stelle erhalten Sie einen Überblick über die Geschichte der CDU seit 1945.

Weiterführende Informationen zur CDU und der Historie erhalten Sie auch auf den Seiten der Konrad-Adenauer-Stiftung
 

CDU in Deutschland

Die CDU Deutschlands wurde im Juni 1945 in Berlin und im Rheinland gegründet. Sie organisierte sich 1945 bis 1949 in den deutschen Ländern und Besatzungszonen und schloss sich 1950 auf Bundesebene zusammen.

Ziel der CDU war es, alle christlich orientierten Kräfte in einer "Union" zu sammeln. Das staatliche Leben sollte auf christlicher, demokratischer und föderaler Grundlage aufgebaut werden. Erster und unsere Partei prägender Vorsitzender wurde Konrad Adenauer.

Von entscheidender Bedeutung wurde ab 1948 die durch Ludwig Erhard geprägte Soziale Marktwirtschaft. Die CDU setzte sich von Beginn ihrer Existenz an für die europäische Integration Deutschlands und für die Westbindung in Europäischer Gemeinschaft und NATO ein. Zentrales Ziel war seit der Teilung Deutschlands die Wiedervereinigung unseres Vaterlandes. Zur politischen Lebensleistung von Kurt-Georg Kiesinger und Rainer Barzel gehörte, die deutsche Frage offen zu halten. Die Menschen in Ostdeutschland schafften mit einer friedlichen Revolution die Voraussetzung für ihre Lösung. Unter der Führung von Helmut Kohl entstand ein einiges, freies und fest im Westen verankertes Deutschland.

In der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR sah sich die dortige CDUD (Christlich-Demokratische Union Deutschlands) dem immer stärker werdenden Druck der Sozialisten ausgesetzt. Nachdem die sowjetische Besatzungsmacht den Führungspersönlichkeiten Andreas Hermes, Jakob Kaiser und Ernst Lemmer die politische Arbeit unmöglich gemacht hatte, mußte sich die CDUD im Rahmen der Nationalen Front der SED unterordnen. Von aufrechten Männern und Frauen gegründet, geriet die CDUD in der SBZ und der DDR in das Mahlwerk eines totalitären Systems. Vielen Menschen, die christlich-demokratischen Werten nahestanden, blieb der Weg zu einer Mitarbeit versperrt. Ende 1989 fand die CDUD zu einer eigenständigen Politik zurück und siegte am 18. März 1990 bei den ersten freien Volkskammerwahlen. Dort war sie zusammen mit dem "Demokratischen Aufbruch" (DA) und der "Deutschen Sozialen Union" (DSU) im Wahlbündnis "Allianz für Deutschland" angetreten. West- und Ost-CDU vereinigten sich auf dem 1. gemeinsamen Parteitag der gesamtdeutschen CDU Deutschlands am 1./2. Oktober 1990.

Die bayerische Schwesterpartei Christlich-Soziale Union (CSU) ist seit 1949 mit der CDU im Deutschen Bundestag in einer Fraktionsgemeinschaft verbunden.

Die CDU in der ehemaligen DDR/SBZ

Die CDU in der sowjetisch besetzten Zone (SBZ) wurde am 22. Juli 1945 gegründet. Erster Vorsitzender wurde Andreas Hermes. Am 19. Dezember 1945 wurden Hermes und sein Stellvertreter auf Druck der sowjetischen Militär-Administration in Deutschland (SMAD) wegen ihrer Kritik an der Bodenreform in den sowjetisch besetzten Gebieten wieder abgesetzt. Am 4. Januar 1946 übernehmen dann Jakob Kaiser und Ernst Lemmer die "Reichsleitung" der CDU Berlin.

Im März 1946 gründet sich in Berlin ein Ein "Arbeitsausschuß Junge Union für die SBZ und Berlin".

Im Juni und September 1946 finden die ersten Parteitage der Ost-CDU statt. Die erste Zusammenkunft steht unter dem Motto "Sozialismus aus christlicher Verantwortung". Im Dezember schließlich werden die Berliner CDU-Vorsitzenden Kaiser und Lemmer von der SMAD abgesetzt, weil sie sich weigern, an der Volkskongreßbewegung teilzunehmen.Kaiser und Lemmer versuchen daraufhin aus den freien drei Westsektoren berlins heraus Einfluss auf die Ost-CDU zu nehmen.

Der Druck auf die Ost-CDU nimmt im folgenden immer weiter zu. Im September 1949 wird Gerald Götting zum Generalsekretär der Ost-CDU berufen und auf dem 3. Parteitag in Erfurt Otto Nuschke zum Parteivorsitzenden gewählt. Im November 1949 bekennt sich die CDU in der SBZ schließlich zur DDR, im Jahr 1954 zur "Einheit aller fortschrittlichen Kräfte im Demokratischen Block".

Die durch sowjetischen Druck abgesetzten und verfolgten Mitglieder der CDU gründen in den Jahren 1950/51 die sogenannte "Exil-CDU". Jakob Kaiser erklärt, daß die Bundesregierung entschlossen sei, sich mit der Wiedervereinigung nicht die Bolschewisierung Deutschlands bescheren zu lassen. Adenauer betont, Ziel seiner Politik sei die Wiederherstellung der deutschen Einheit in Frieden und Freiheit. Die Einheit müsse sich auch auf das Deutschland jenseits der Oder und Neiße erstrecken. Jakob Kaiser wird zum 1., Ernst Lemmer zum 2. Vorsitzenden der Exil-CDU gewählt. In einer Resolution fordern die Teilnehmer alle Deutschen in Ost und West auf, sich im Widerstand gegen die kommunistische Diktatur zu vereinen.

Die Ost-CDU wird erst nach dem Mauerfall 1989 wieder vollständig selbstständig, tritt aus dem "Demokratischen Block" aus und bekennt sich nun zu Sozialer Marktwirtschaft und der Enheit der Deutschen Nation. Neuer Vorsitzender wird Lothar de Maiziere. Gemeinsam mit der "Allianz für Deutschland" gewinnt die Ost-CDU die ersten freien Wahlen in der DDR und tritt am Vorabend der Deutschen Einheit Anfang Oktober 1990 der Christlich Demokratischen Union Deutschlands bei.

Die CDU in Berlin

In den vier Sektoren Berlins verläuft die Entwicklung der CDU ähnlich der in ganz Deutschland. In den drei West-Sektoren ist eine unabhängige Entwicklung durch die Alliierten garantiert, im Ostteil stehen die Repräsentanten der CDU unter dem Druck der sowjetischen Besatzungsmacht. Erst mit dem Fall der Mauer und der Demokratiserung in der DDR vereinigt sich die Berliner CDU am 08. September 1990. Bei sechs Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus konnte die CDU als stärkste Partei auch den Regierenden Bürgermeister stellen.